Mein (Er)-Leben vor und nach dem Landmark Forum
Ich habe das Landmark Forum 1991 in Neuseeland gemacht, nachdem mich mein Freund eingeladen hat.
Ich fand ihn frech mit seiner Behauptung, dass ich nicht glücklich bin….
Ich habe oft meiner Europa-Zeit nachgetrauert , verglichen was da war und hier nicht ist…..und nicht glücklich war, trotz dieser einmaligen Chance in diesem tollen Land leben zu dürfen., dieser Freiheit, der schönen Landschaft, der Menschen, die so entspannt ihr Leben leben.
Ich war entsetzt von der Ehrlichkeit meines Freundes mit mir, aber mir wurde klar, viel später abends, wo alle mir alles durch den Kopf raste, das er total den Nagel auf den Kopf getroffen hat, ich WAR UNGLÜCKLICH und überhaupt nichts in meinem Leben war zu irgendeiner Zeit so das ich Zufriedenheit gefühlt habe. Ich war irgendwo aber nicht HIER!
Ich habe mich in den nächsten 2 Tagen informiert und zum Landmark Forum angemeldet, ich wollte raus aus dieser Tretmühle, und mir ist im Kurs im wahrsten Sinne mein Stöpsel raus gefallen. Wie ich schon immer war ist zurückhaltend und zugeschnürt mit allen möglichen Gefühlen, die ich teilweise nicht mal formulieren konnte, wenn mich jemand gefragt hat. Beschwerden habe ich generell nur über dritte Personen gemacht und ich war stur wie Bock, wie man das so schön sagt…ich habe mein Ding durchgezogen, ohne Rücksicht auf Verluste! Ich war eine Revolte gegen alles, was man zu mir gesagt hat.
Was habe ich aus dem Landmark Forum bekommen?
Als erstes bin ich Fotografin geworden, ein Traum den ich hatte, irgendwann aber nicht jetzt!, ich kann ja nicht, habe es nicht gelernt, habe die Erfahrung nicht, weiß nicht wie es geht, keine Erfahrung.!!!… Nach dem Landmark Forum ich bin sofort in Aktion gegangen, habe mir ein Studio gesucht, Licht und Kameras gekauft und los ging’s, innerhalb von einem Jahr war ich Werbefotografin. Ich fand es leicht mich bei Werbeagenturen vorzustellen, und zu sagen, was ich machen möchte, und zu schauen, was sie von mir haben könnten, So ist mein Werbestudio entstanden. Meine Besonderheiten und Kreativität, mein Selbst-Ausdruck hatte freien Lauf …. und….. das Verhältnis zu meinen Eltern ist heute so, das wir wie Erwachsene Menschen miteinander umgehen, und die Nähe, die ich als Kind mit meinen Eltern einmal hatte und durch meine Rebellion zerstritten war, ist heute wieder da, und sie sagen mir immer noch wie sie die Welt sehen, ohne dass ich beleidigt oder wütend bin.
Ich bin heute jemand, der mit JEDEM reden kann. Ich kann vor 200 Menschen frei sprechen. Ich lebe ein Leben das mich inspiriert, mit einer Vision, die in meiner Umgebung in Erfüllung geht. Meine Vision ist, dass Menschen in Frieden und Verbundenheit und vollem Selbst-Ausdruck leben, sich unterstützen und respektieren, sich niemand durch Tratsch verletzt fühlt und ich kraftvoll und klar die Dinge, die ich vermasselt habe, aufräumen kann.
Ich muss mich nicht fürchten für meine Anders-Artigkeit oder meine Offenheit, und ich kann so sprechen, dass die Menschen in meinem Leben in Berührung mit dem sind, was ihnen wichtig ist.
Die Angst und Scham, die mich davon abgehalten haben, das Leben, das ich leben will, zu leben und für das zu gehen, was mir wichtig ist (trotz Pannen, die es immer wieder gibt), ist in meinem Umfeld sichtbar und ich bin stolz darauf, wer ich bin.
Gis Lange, Fotografin aus Bensheim, im Mai 2008.

































